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Was versteht man unter einer "unreifen Hüfte"?
Wann ist der richtige Zeitpunkt eine Therapie gegen zu hohes Cholesterin zu starten?
Gibt es körpereigenes Material zur Faltenbehandlung?
Wie funktioniert ein Knochenaufbau?
Mein Zahnarzt meint, dass bei mir keine Implantate mehr möglich sind. Kann das stimmen?
Welche Möglichkeiten der Faltentherapie gibt es?
Wie behandelt man Schlupflider bzw. Tränensäcke?
Wie oft sollte man zu einem Internisten gehen?
Wie ernst ist es, wenn mein Blutdruck immer wieder erhöht ist?
Gibt es ausser Cholesterin noch andere Risikofaktoren für Arteriosklerose?
Ist Cholesterin generell schlecht?
Was ist eine Stosswellentherapie?
Müssen Bänderrisse am Sprunggelenk operiert werden?
Muss bei einer Meniskusverletzung der Meniskus immer entfernt werden?
Was ist eine Bakerzyste und wie kann sie behandelt werden?
Was ist eine Knorpelzelltransplantation und wann ist sie sinnvoll und möglich?
Müssen Kreuzbandverletzungen immer operativ versorgt werden?
Wann ist Fett schädlich?
Wann ist ein chirurgischer Eingriff zur Behandlung der Adipositas zu überlegen und sinnvoll?
Was ist der BMI ?
Was ist ein Magenband?
Was ist ein Magenbypass?
Was ist ein Tennisarm ?
Was ist die Arthritis ?
Was ist eigentlich die Osteoporose ?
Was ist eine Arthrose ?

Was versteht man unter einer "unreifen Hüfte"?
Eine unreife Hüfte ist ein relativ häufiger Ultraschallbefund bei Neugeborenen und an sich mit sehr guter Prognose, es gibt aber fließende Übergänge zur Hüftdysplasie bis zur Hüftausrenkung (Luxation). Damit eine gesunde Hüfte eine Menschenleben lang halten kann, ist eine gute Ausreifung des Gelenkes und insbesondere des Pfannenerkers und Labrunms notwendig. Im Rahmen eines Gespräches (Anamnese) und einer sorgfältigen klinischen Ultraschalluntersuchung des Babys kann der Kinderorthopäde sagen, wie weit die Entwicklung der Hüfte fortgeschritten ist und ob noch eine Behandlung wie "breit wickeln", eine Spreizhose oder Spreizzügelbehandlung notwendig ist. Aufgrund dieser Untersuchungen kann der Kinderorthopäde auch andere, die Hüfte betreffende Erkrankungen, ausschließen.
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Wann ist der richtige Zeitpunkt eine Therapie gegen zu hohes Cholesterin zu starten?
Grundlegend ist es nie zu früh, mit einer Therapie zu beginnen. In vielen Fällen ist es jedoch schon zu spät, es kommt nämlich immer auf die Gesamtkonstellation an. Dies kann bedeuten, dass schon in jugendlichen Jahren eine Therapie notwendig ist, wenn die Zielwerte für die Vorsorge (Cholesterin > 200mg/dl und LDL > 160mg/dl) weit überschritten werden und in der Familie frühzeitig Herzinfarkte oder Schlaganfälle aufgetreten sind (Frau jünger als 60 Jahre, Mann jünger als 50 Jahre). Aber es ist auch von Nöten, eine Therapie einzuleiten, wenn mehrere Risikofaktoren zusammentreffen, wie z.B. Zuckerkrankheit, Bluthochdruck, Übergewicht, Rauchen, erhöhtes Lipoprotein (a) oder zu hohes Homocystein. Lipoprotein (a) und Homocystein sollten einmal im Leben bestimmt werden. In der Vorsorge ist mit einer niedrigen Dosis zu beginnen und langsam unter laufender Kontrolle der Leber- und Blutfettwerte die Dosis zu steigern.
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Gibt es körpereigenes Material zur Faltenbehandlung?
Grössere Falten bzw. Lippen können mit schmalen Hautstreifen, die an anderer Stelle entnommen werden, gut behandelt werden.
Desweiteren stellt das Eigenfett, von dem fast jeder Mensch im Überschuss besitzt, eine sehr gut geeignete Alternative zu herkömmlichen Fillern dar. Vorteilhaft an dieser Art der Therapie ist die Tatsache, dass Eigenfett auch gelagert und später wieder verwendet werden kann, zumal auch eine lokale Fettabsaugung erfolgen kann.
Eine neue Methode, die in Österreich im Gegensatz zu den USA oder Deutschland noch von wenigen Ärzten angeboten wird, ist Plasmagel.
Plasmagel, als körpereigene Substanz, wird nach einer Blutentnahme des Patienten im Labor zu einer gelartigen Substanz weiterverarbeitet und kann ebenfalls nach einigen Monaten wieder verabreicht werden, da es gekühlt gelagert lange haltbar ist.
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Wie funktioniert ein Knochenaufbau?
Ein Knochenaufbau kann entweder mit Knochenersatzmaterial, mit Eigenknochen oder in Kombination durchgeführt werden. Die Behandlung ist vom Ausmass und Lokalisation der Knochenatrophie abhängig. Prinzipiell kann ein Aufbau über Anhebung der Kieferhöhle, über Knochentransplantation und über Wachstum mittels Distraktion erreicht werden. Der zu transplantierende Knochen wird meist innerhalb des Mundes entnommen, seltener muss eine Entnahme vom Beckenkamm oder vom Unterschenkel des Patienten vorgenommen werden.
Bei einer Distraktion erfolgt aktives Knochenwachstum, welches vom Patienten über eine kleine Apparatur selbst durchgeführt werden kann.
Lassen Sie sich vom Chirurgen beraten.
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Mein Zahnarzt meint, dass bei mir keine Implantate mehr möglich sind. Kann das stimmen?
Es kann durchaus sein, dass ihr Zahnarzt recht hat. Hier beginnt der Tätigkeitsbereich des Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen, der spezielle Techniken und Operationen anwendet, um Knochenwachstum einzuleiten. Nach diesen rekonstruktiven Verfahren ist in der Regel genug körpereigener Knochen vorhanden um stabile Implantate setzen zu können. Die meisten dieser Verfahren können in lokaler Betäubung durchgeführt werden.
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Welche Möglichkeiten der Faltentherapie gibt es?
Falten entstehen oft an Schnittstellen von Gesichtsmuskeln. Im Laufe von Jahren können oft tiefe oder störende Falten entstehen und viele Menschen fühlen sich gerade in der heutigen Zeit häufig zu jung für ihre Falten. Unterspritzungen können prinzipiell mit abbaubaren oder mit permanenten Substanzen durchgeführt werden. Von einer Behandlung mit permanenten Fillern wird abgeraten und diese werden im Ärztekompetenzzentrum auch nicht durchgeführt, da es häufig zu Infektionen und Unverträglichkeitsreaktionen kommt.
Bei gewissen Altersveränderungen kann man mit der Behandlung durch Botox sehr schöne Erfolge erzielen, da Botox eine vorübergehende Lähmung der faltenverursachenden mimischen Muskulatur bewirkt.
Desweiteren gibt es eine Unzahl an
Behandlungsmöglichkeiten.
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Wie behandelt man Schlupflider bzw. Tränensäcke?
Schlupflider bzw. Tränensäcke entstehen bei gewisser Veranlagung als Alterserscheinung durch Elastizitätsverlust der Haut. Oft liegt die Ursache aber auch im Bereiche des Fettgewebes, welches den Augapfel umgibt.
Minimalerscheinungen können kosmetisch behandelt werden, ab einem gewissen Stadium ist die chirurgische Entfernung die Therapie der Wahl.
Augenlidplastiken gehören zu den weltweit am häufigsten durchgeführten ästhetischen Eingriffen und können nach ausführlicher Beratung und Untersuchung in lokaler Betäubung ambulant operiert werden.
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Wie oft sollte man zu einem Internisten gehen?
Das ist eigentlich nicht so einfach zu beantworten. Wenn eine familiäre Belastung folgender Erkrankungen (Diabetes, Bluthochdruck, erhöhte Blutfette mit Herzinfarkt oder Schlaganfall in der Familie) besteht, sollte sich jedes Familienitglied recht- und frühzeitig sein Risikoprofil bestehend aus Blutdruck, Labor mit Blutzucker, Blutfetten, Leber- und Nierenwerten und ein EKG beim Internisten machen lassen. Aus diesen Werten ergeben sich dann die Häufigkeiten der notwendigen Kontrollen. Grundsätzlich wird empfohlen, dass jeder ab 40 Jahren einmal den Facharzt aufsuchen sollte.
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Wie ernst ist es, wenn mein Blutdruck immer wieder erhöht ist?
Wiederholte Messungen über dem Zielwert von 140/80 sind ernst zu nehmen und bedürfen einem Beobachtungszeitraum mit einer Dokumentation von ca 40 Messungen, sollten mehr als 1/3 der Werte über dieser Norm sein, sollten als erstes Lebensstilmaßnahmen getroffen werden, wie Ausdauerbewegung, Gewichtsreduktion falls nötig und salzarme Kost. Sollten diese Versuche wieder fehlschlagen, ist eine medikamentöse Therapie einzuleiten. Denn der erhöhte Blutdruck ist nicht nur verantwortlich für Herzinfarkt, sondern mehr noch für die Vielzahl von Schlaganfällen.
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Gibt es ausser Cholesterin noch andere Risikofaktoren für Arteriosklerose?
Mittlerweile gibt es einige abgesichterte und etablierte Risikofaktoren für das Entstehen der Gefäßerkrankungen: die TOP 5 sind sicherlich Zuckerkrankheit, Rauchen, erhöhte Blutfette, hoher Blutdruck und Übergewicht (die sogennante viszerale Adipositas. Dann gibt es weitere Faktoren, welche bei Vorhandensein das Risiko weiter erhöhen: Homocystein, Fibrinogen, Lipoproetin(a) und andere spezielle Werte. Einige der Faktoren lassen sich aber nicht beeinflussen, wie beispielsweise Alter (Männer früher als Frauen), Geschlecht (Männer > Frauen) und Herkunft.
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Ist Cholesterin generell schlecht?
Nein, denn wir benötigen für die Bildung unserer Hormone Choelsterin als Grundbaustein, daher sind auch ungefähr 75% des Cholesterins im Blut vom Körper selbst hergestellt. Aber es gibt durch viele Untersuchungen eine Obergrenze, welche nicht überschritten werden soll. Ebenso ist es wichtig, die Aufteilung der Cholesterinmoleküle zu kennen. Es gibt ein sogenanntes "gutes" Cholesterin, das HDL-Cholesterin, welches den Abtransport des so genannten "schlechten" Cholesterins, LDL-Cholesterin, durchführt. Je weiter diese Werte auseinander liegen, desto größer ist die Gefahr der Gefäßverkalkung.
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Was ist eine Stosswellentherapie?
Bei der Stosswellentherapie wird versucht, über mechanische Impulse die Gewebe zur Heilung anzuregen. Die Stosswellentherapie gibt es schon seit über 20 Jahren in den Orthopädie. Sie ist eine sichere und nebenwirkungsarme Behandlungsmethode von Erkrankungen im Bereich des Bewegungsapparates. Für die Stosswellentherapie sind folgende Krankheitsbilder geeignet: Fersensporn, Epicondylitis radialis und ulnaris („Tennisellenbogen“), Impingementsyndrom der Schulter (Schulterschmerz) und Triggerpunktbehandlung (Muskelschmerzen).
Die Stosswellentherapie wird derzeit noch nicht von den sozialen Krankenkassen übernommen. Private Krankenversicherungen übernehmen zum Teil die Kosten.
Nach der Therapie kann es kurzfristig zu Hautrötungen und vermehrten Schmerzen kommen. Eine lokale Anästhesie („Betäubung“) macht den „Eingriff“ schmerzlos. Nach dem ambulanten Eingriff kann man am nächsten Tag auch wieder der Arbeit nachgehen – Ausnahme Schmerzreaktion.
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Müssen Bänderrisse am Sprunggelenk operiert werden?
Bandverletzungen der Bänder unterhalb des Außenknöchels sind die häufigsten Sportverletzungen. Es kommt dabei zu einem Überknöcheln und zu Rissen der Bänder unterhalb des Außenknöchels.
In seltenen Fällen müssen die gerissenen Bänder operativ versorgt werden. In Abhängigkeit von der Verletzungsschwere und der Aufklappbarkeit des Gelenkes erfolgt die Behandlung zumeist mittels spezieller Kunststoffschienen, die für den Zeitraum von 6 Wochen getragen werden müssen. Ein normales Gehen ist in diesem Zeitraum erlaubt und es sollte auch eine physikalische Therapie schon während des Tragens der Schiene begonnen und durchgeführt werden.
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Muss bei einer Meniskusverletzung der Meniskus immer entfernt werden?
Die Meniskusverletzungen sind die häufigsten Verletzungen des Kniegelenkes. In Abhängigkeit von der Form des Meniskusrisses und der Meniskusverletzung kommt eine Teilentfernung des gerissenen Meniskus in Frage. Wichtig dabei ist aber, dass man so wenig wie möglich, aber soviel wie notwendig entfernt. Es kommt bei geeigneten Rissen auch eine arthroskopische Naht des Meniskus in Frage, um diesen zu erhalten.
Es ist wichtig soviel wie möglich vom Meniskus zu erhalten, weil der Meniskus eine enorme Bedeutung für das Kniegelenk hat.
Die Aufgaben des Meniskus:
° Stoßdämpfer zwischen Ober- und Unterschenkel
° Druckverteiler
° Stabilisator
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Was ist eine Bakerzyste und wie kann sie behandelt werden?
Eine Bakerzyste ist eine Zyste in der Kniekehle, die von dem Engländer Baker erstmals 1877 als Bakerzyste bezeichnet wurde.
Als Ursache der Bakerzyste wird eine Ausstülpung der hinteren Kniegelenkskapsel sowie ein gestörter Fluss zwischen Kniegelenk und eines Schleimbeutels im Bereich der Kniekehle angeschuldigt.
Ein Kniegelenkserguss, der bedingt ist durch einen Meniskus-, Knorpel- oder auch einer Bandläsion führt zu einer Füllung des Schleimbeutels im Bereich der Kniekehle und zwar deswegen, weil die hintere Kniegelenkskapsel die schwächste Stelle der Kniegelenkskapsel ist. Durch einen Ventilmechanismus gelangt nun der Zysteninhalt nicht mehr in das Kniegelenk zurück und dickt ein, was den weiteren Rückfluss behindert.
Da für die Bakerzystenbildung Läsionen im Kniegelenk selbst verantwortlich sind, führt die arhthroskopische Sanierung zur Rückbildung der Bakerzyste. Bei sehr weit fortgeschrittenen intraartikulären Veränderungen wie zum Beispiel bei ausgedehnten Knorpelschäden oder alten Kreuzbandläsionen muss mit einem Wiederauftreten der Bakerzyste gerechnet werden, weil die Schäden nicht mehr zur Gänze sanierbar sind.
Die offene Entfernung der Bakerzyste, wie sie früher bevorzugt wurde, ist nicht mehr als kausale Therapie anzusehen, weil die Ursache der Bakerzyste im Kniegelenk selbst liegt.
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Was ist eine Knorpelzelltransplantation und wann ist sie sinnvoll und möglich?
Für manche Knorpelschäden kommen Knorpelzellzüchtungen in Frage. Dabei wird während einer Kniegelenksspiegelung aus dem Kniegelenk Knorpel entnommen. Dieser entnommene Knorpel wird in einem Labor gezüchtet und vermehrt und nach einigen Wochen in den Knorpeldefekt in das Kniegelenk rücktransplantiert.
Voraussetzungen für eine Knorpelzelltransplantation:
° Der Außen- und der Innenmeniskus müssen intakt sein
° Das Kniegelenk muss bandstabil sein
° Die Kniegelenksachse muss regelrecht sein
° Der übrige Knorpelüberzug des gesamten Kniegelenkes muss in Ordnung sein.
Es kommen daher Kniegelenke, die arthrotisch verändert sind und wo großflächige Knorpelschäden vorliegen nicht für eine Knorpelzelltransplantation in Betracht.
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Müssen Kreuzbandverletzungen immer operativ versorgt werden?
Im Knie gibt es ein vorderes und ein hinteres Kreuzband. Hauptsächlich betroffen von Verletzungen beim Schifahren und beim Fußballsport ist das vordere Kreuzband.
Die Kreuzbänder stabilisieren gemeinsam mit dem Außen- und Innenmeniskus und dem äußeren und dem inneren Seitenband und der umgebenden Muskulatur das Kniegelenk.
Ein intaktes vordere Kreuzband verhindert die sogenannte vordere Schublade – vordere Schublade bedeutet, dass sich der Unterschenkel gegenüber dem Oberschenkel mehr als normal nach vorne ziehen lässt.
Es ist nicht richtig, dass eine Verletzung des vorderen Kreuzbandes durch viel Muskulatur vollständig ersetzt werden und durch alleiniges Muskelaufbautraining das Kniegelenk wieder stabil wird.
Ein gerissenes vorderes Kreuzband sollte daher abhängig von der sportlichen Aktivität des Patienten, von den Ansprüchen, die der Patient an das Kniegelenk stellt und auch vom Grad der Instabilität abhängig, operativ ersetzt werden.
Richtig ist aber, dass nicht bei jedem Patienten eine Kreuzbandersatzoperation zwingend erforderlich ist.
Erforderlich ist eine Kreuzbandersatzoperation aber in jenem Fall, wo der Patient hohe sportliche Ansprüche an das Kniegelenk stellt. Aber auch, wenn das Kniegelenk im täglichen Gebrauch wie beim Gehen oder Stiegen steigen oder beim Gehen auf unebenem Boden instabil ist bzw. wenn dabei Instabilitätsattacken auftreten oder wenn im täglichen Gebrauch oder bei Sportausübung Schmerzen und Ergüsse auftreten. Dies ist Ausdruck einer Instabilität des Kniegelenkes und in diesen Fällen ist eine Kreuzbandersatzoperation in jedem Falle zu empfehlen.
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Wann ist Fett schädlich?
Wir unterscheiden grundsätzlich zwischen dem Fett unter der Haut und dem Fett im Bauchraum (= viszerales Fett). Wirklich schädlich ist das Fett im Bauchraum. Es ist mit einer Reihe von schwerwiegenden Folgekrankheiten verknüpft. Das Fett an Po und Beinen ist zwar für viele Frauen kosmetisch sehr störend, beeinträchtigt aber nicht wesentlich die Gesundheit des Trägers. Das Fett im Bauchraum ist das Problem. Es ist verknüpft mit einer deutlich erhöhten Rate an Herzinfarkt, Diabetes, Bluthochdruck, hormonellen Störungen, etc. Wir sprechen hier vom „viszeralen Fettsyndrom“. Daher ist der Bauchumfang im Grunde wichtiger als der BMI.
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Wann ist ein chirurgischer Eingriff zur Behandlung der Adipositas zu überlegen und sinnvoll?
Wenn der BMI größer 40 ist spricht man von morbider Adipositas (morbis = Krankheit). Diese Patientengruppe ist besonders gefährdet im Verlauf von Jahren Folgekrankheiten der Adipositas zu entwickeln. Hierbei handelt es sich insbesondere um Stoffwechselkrankheiten, Diabetes, Bluthochdruck, Gefäßerkrankungen (Herzgefäße, Herzinfarkt) und orthopädische Probleme insbesondere der Hüft- und Kniegelenke. Die Wahrscheinlichkeit mit Diäten und Kuren eine erfolgreiche dauerhafte Gewichtsreduktion zu erreichen ist bei diesen Patienten äußerst niedrig, das Operationsrisiko damit gerechtfertigt. Von den Krankenkassen werden in diesen Fällen im allgemeinen die Kosten übernommen.
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Was ist der BMI ?
Unser Körper speichert überschüssige Energie in Form von Fett. Infolge der fortlaufenden Überernährung wachsen die Fettdepots des Körpers ständig an. Entsprechend wächst auch das Gewicht. Das aus dem Lateinischen abgeleitete Wort Adipositas bedeutet Fettleibigkeit. ( „Adeps“ = Fett)
Der Gewichtswert alleine sagt nicht alles über ein vorhandenes Übergewicht aus. Es ist klar, dass ein Bezug zur Körpergröße gesetzt werden muss. Im Alltag tun wir dies indem wir beim Zahlenwert der Körpergröße einen Meter abziehen. Der verbleibende Zentimeterwert entspricht dann dem anzustrebenden kg- Wert für das Körpergewicht. ( z.B. 1,87 m ; 87kg)
Die im medizinischen Bereich allgemein akzeptierte Messgröße zur Festlegung des Übergewichtes ist der „Body-Mass-Index“ (BMI) , auf deutsch: Körper-Massen-Index. Dieser Wert errechnet sich aus Körpergewicht und Körpergröße indem das Körpergewicht (in kg) durch das Quadrat der Körpergröße (in Metern) dividiert wird.
Ein 100 kg schwerer Mensch mit 2m Körpergröße hat demnach einen BMI von 100/2x2 = 25 . Wiegt dieser Mann 160 kg, dann beträgt sein BMI 160 / 4 = 40. Dann ist er krankhaft adipös = Adipositas Grad III.
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Was ist ein Magenband?
Das Magenband ist ein etwa 12 mm breites Silikonband das gürtelförmig um den Magen herumgelegt und schließlich ähnlich wie ein Gürtel geschlossen wird. Dadurch wird der Magen sanduhrförmig in zwei ungleich große Anteile abgeschnürt mit einem engen Durchgang in der Mitte. Dabei ist es notwendig den oberen Magenanteil (Pouch) sehr klein zu wählen um eine postoperative Ausdehnung dieses Magenanteiles sowie ein Verkippen und Verrutschen des Bandes zu verhindern.
Der Vergleich mit dem Gürtel geht noch weiter; auch das Magenband kann enger gestellt werden aber der Mechanismus hierzu ist ein anderer. Das Magenband ist außen straff, nicht dehnbar, und hat innen einen befüllbaren Ballon. Durch Auffüllung dieses Polsters mit Flüssigkeit wird der Ring innen enger gestellt. Damit ist die Durchlassöffnung zwischen den beiden ungleichen Magenanteilen in der Weite steuerbar.
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Was ist ein Magenbypass?
Als Alternative zum Magenband ist auch in Österreich seit einigen Jahren der laparoskopische Magen-Bypass bekannt geworden. Das Wort Bypass kennen sie aus der Herzchirurgie. Hier werden sehr erfolgreich Gefäßverschlüsse der Herzkranzgefäße mit eingenähten Venenabschnitten umgangen. Beim Magenbypass werden der Hauptteil des Magens, der Zwölffingerdarm und der obere Dünndarm von der Nahrung umgangen indem eine Verbindung zwischen dem abgetrennten obersten Magenanteil und dem Dünndarm chirurgisch geschaffen wird. Dadurch erreicht man sehr gute Gewichtsreduktionen.
Magenbypass- Operationen sind an sich nichts Neues. Sie werden seit Jahrzehnten zum Zwecke der Gewichtsreduktion – vor allem in den USA erfolgreich durchgeführt. Neu ist, dass derartige Operationen mit verbesserten Instrumenten und ausgefeilter Operationstechnik durch entsprechend geschulte Chirurgen auch laparoskopisch sehr sicher durchgeführt werden können.
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Was ist ein Tennisarm ?
Beim sog. „Tennisarm“ bestehen Schmerzen im Bereich des äußeren Anteiles des Ellenbogengelenkes mit Bewegungseinschränkung und Druckschmerz. Die genaue Ursache des Tennisarmes ist noch nicht eindeutig erklärt – eine Vielzahl von Faktoren kommen zusammen – Fehlbelastung, Überlastung, Prellungen, Zerrungen, Reizungen.
Die Schmerzen werden durch die Sehnenansätze am Knochen erzeugt. Die Knochenhaut und die Sehnen sind von einer Vielzahl von Schmerzrezeptoren besetzt und diese sind sehr schmerzhaft.
Tipp: Rasche Schmerztherapie, sonst chronischer endloser Verlauf!
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Was ist die Arthritis ?
Bei der Arthritis besteht eine Entzündung im Gelenk. Die Entzündung ensteht in erster Linie in der Gelenksinnenhaut. Eine Schleimhaut mit vielen Funktionen und guter Durchblutung produziert eine Entzündung – typische Zeichen sind Schwellung, Erwärmung, Rötung soiwe Bewegungs- und Ruheschmerz. Bei Fieber muss man schnell zu einem Arzt!
Die Entzündung greift den Knorpel an und führt zu einem vorzeitigem Verlust von Knorpelzellen.
Eine Gelenksentzündung kann viele Ursachen haben – Degenerative (Abnützung), Bakteriell (Eiter), Virus (Schnupfen im Gelenk), Herdbeteiligung (Zahn!), Rheumatischer Formenkreis (Polyarthritis).
Tipp: Jede Arthitis sollte abgeklärt werden!
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Was ist eigentlich die Osteoporose ?
Bei der Osteoporose verliert der Knochen an Masse und Festigkeit. Es kommt zu einem Knochenmassenverlust und die Knochen neigen zur vermehrten Brüchigkeit – z.B.: Oberschenkelhalsbruch!
Die Osteoporose ist eine Erkrankung die lange stumm verläuft – „der stille Knochendieb“ und wenn Schmerzen auftreten ist es schon sehr spät – z.B. Wirbeleinbruch!
Empfehlung ab dem 40 Lebensjahr zum Knochenscreening = Vorsorgeuntersuchung für die Knochen mittels Knochendichtemessung, Blutlabor und orthopädisch klinische Untersuchung sowie Stoffwechselanalyse mittels BIA Messung.
Tipp: Vermeidung von Knochenbrüchen!
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Was ist eine Arthrose ?
Bei einer Arthrose geht der Gelenksknorpel zu Grunde. Bei einem Gelenk sind die Knochenenden mit einem Knorpel überzogen. Dieser Knorpel ist für die Gleitfunktion eines Gelenks sehr wichtig. Die Arthroseerkrankung verläuft in der Regel langsam fortschreitend. Die Knorpelzellen haben kein Regenerationspotential - Motto: einmal verloren – immer verloren!
Der Knorpelüberzug besteht aus einem komplexen schichtförmigen Aufbau und hat neben der Gleitfunktion auch eine Stoffwechselfunktion für das Gelenk und ist für die stabile Achse und Funktionsfähigkeit sehr wichtig.
Tipp: Knorpelschutztherapie!
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